GESCHLECHTERGERECHTIGKEIT

MICHAEL, 45 JAHRE*

Ich dachte, alles liefe nach Plan. Ich hatte eine erfolgreiche Position, ein großes Haus, eine gute Ehe und gesunde Kinder – alles, was für mich im Leben dazugehörte. Ich war stolz auf meine LeistungenLeider sah meine Frau das anders – die vielen Überstunden zerstörten unsere Ehe. Bevor ich mich versah, hielt ich die Scheidungspapiere in der Hand, inklusive riesiger finanzieller Forderungen, und sollte meine Kinder nur noch sehr selten sehen dürfen. Ich verstand die Welt nicht mehr. Die Rolle als gescheiterter Ehemann, Vater und Versorger konnte ich nicht akzeptieren, ich fühlte mich wie ein Versager.

 

Von da an ging es nur noch bergab bis in eine tiefe Sinnkrise mit schier endlosen schmutzigen Gerichtsterminen. Beinahe verlor ich auch noch meine Arbeit.

 

Doch zum Glück fand ich Hilfe – ganz diskret unter Männern die ähnliche Krisen durchlebt haben. Die Überwindung zum Erfahrungsaustausch und zur Reflektion hat sich gelohnt. Intensive Gespräche sowie ganz praktische Informationen zum Sorgerecht halfen mir Schritt für Schritt wieder auf die Beine.

 

Heute definiere ich mein Lebensziel anders. Ich bin dankbar, diese Erfahrungen meinem Sohn mitzugeben und ihm zeigen zu können, was wahre Stärke bedeutet.

* Fiktive Person und Geschichte, angelehnt an reale Personen und Geschichten aus der täglichen Arbeit der Fachverbände.

SkF, SKM und IN VIA im Erzbistum Köln: 

SCHNELLE HILFE, BEDARFSGERECHTE ANGEBOTE, INNOVATIVE ANSÄTZE.

GESCHLECHTERGERECHTIGKEIT

Dass Mädchen und Frauen besondere Beratungs- und Unterstützungsangebote und Anlaufstellen brauchen ist glücklicherweise schon lange Standard in der Sozialen Arbeit.

 

Inzwischen setzt sich zudem die Erkenntnis durch, dass auch Jungen und Männer eine spezifische Zielgruppe für soziale Hilfen bilden. Die Erwartungen an Männer sind hoch: Sie sollen emotional offen und verständnisvoll, aber auch stark und ›männlich‹ sein. Sie sollen beruflich Erfolg haben, gleichzeitig aktiv am Familienleben teilnehmen und als liebevoller und fürsorglicher Vater ihren Erziehungsteil leisten. Viele Männer fühlen sich überfordert und tun sich schwer, sich Probleme einzugestehen und sich (professionelle) Hilfe zu suchen. Um auch weiterhin und nachhaltig geschlechtssensible Beratung anbieten zu können, bauen wir unser Beratungsfeld fortwährend aus und passen es an gesellschaftliche Entwicklungen an.

WIE WIR HELFEN

Wir setzen uns sowohl für die besonderen Belange von Mädchen und Frauen als auch für diejenigen von Jungen und Männern ein:

 

  • Wir beraten Männer bei Problemen in der Beziehung und/oder der Familie
  • Wir bieten Väterberatung und zum Beispiel Vater-Kind-Treffen an
  • Wir bieten sexualpädagogische Angebote für Mädchen und Jungen
  • Wir bieten Wohnraum und andere Räume zum Schutz vor Gewalt an
  • Wir bieten geschlechtsspezifische Bildungsangebote an

 

Übrigens: Wir beraten Männer und Frauen auch gemeinsam.

UNSERE FACHVERBÄNDE